Chronische Schmerzen mit psychischer Ursache


Schmerz ist ein psychophysiologisches Phänomen, also ein Zusammenspiel aus psychischen und physiologischen Faktoren. Hat  man früher Schmerz-Patienten meist ausschliesslich mit Schmerzmedikamenten und Krankengymnastik behandelt, ist mittlerweile ein Umdenken erfolgt und der Bedeutung psychischer Einflussfaktoren wird mehr Bedeutung beigemessen. Multimodale Schmerztherapien mit einer Kombination aus Bewegungs-, Biofeedback- und Gesprächstherapie haben den Einzug in unser „modernes“ Gesundheitssystem gehalten. Vielfach wird jedoch die individuelle psychologische Therapie bei den stationären Verfahren vernachlässigt, so dass es in vielen Fällen nicht zu einer Auflösung der individuellen Problematik und damit nicht zum dauerhaften Therapieerfolg kommt. Weitere Nachteile der stationären Therapie liegen darin, dass sie meist mit wochenlangen stationären Aufenthalten und langen Wartezeiten auf freie Plätze verbunden sind.

Der wichtigste Punkt bei der Behandlung chronischer Schmerzen mit psychischer Ursache ist folgender: Wenn die Ursache für den Schmerz ein Trauma oder eine ungelöste Konfliktsituation ist, dann hilft nur die Aufdeckung und Behandlung der Ursache. Die Hypnoanalyse ist DIE Methode um schnell an den Symptomauslöser zu gelangen und die unbewussten Konflikte zu lösen. In vielen Fällen ist der Schmerz Ausdruck eines tieferliegenden emotionalen Problems. Das trifft vor allem bei Patienten zu, die Schwierigkeiten haben, Gefühle zu empfinden. Das Problem der im Wachzustand arbeitenden Psychotherapieverfahren liegt darin, die unbewussten Konflikte zum Vorschein zu bringen, während der Verstand des Patienten angeschaltet ist. Der Verstand aber „schützt“ den Zugang zum Unbewussten im Wachzustand, deshalb sind die meisten Therapien auch zu langwierig, weil es dauert, bis ein Zugang zu unbewussten Konflikten gelingt.

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